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Warum fahren Schalt-Fahrschüler bei uns manchmal auch Automatik?

Wer den Schalterführerschein macht, sitzt bei uns nicht zwangsläufig in jeder Fahrstunde im Schaltwagen. Warum das pädagogisch sinnvoll sein kann und oft sogar schneller zum Erfolg führt, erklären wir in diesem Beitrag.

Warum fahren Schalt-Fahrschüler bei uns manchmal auch Automatik?

Schalter lernen heißt nicht: Immer nur schalten

Viele Fahrschüler wundern sich zunächst, wenn sie bei uns den Schalterführerschein machen und trotzdem zwischendurch mit einem Automatikfahrzeug fahren.

Die Antwort ist einfach:

Wir wollen nicht nur das Schalten vermitteln. Wir wollen sicheres und vorausschauendes Autofahren lehren.

Manchmal ist das Schalten gar nicht das eigentliche Problem

In der Fahrausbildung gibt es Situationen, in denen ein Fahrschüler gleichzeitig sehr viele Aufgaben bewältigen muss:

  • Verkehrsbeobachtung
  • Vorfahrtsregeln
  • Spurwahl
  • Blickführung
  • Geschwindigkeit
  • Verkehrszeichen
  • andere Verkehrsteilnehmer
  • Schalten und Kuppeln

Wenn dabei Schwierigkeiten auftreten, liegt die Ursache oft nicht am Schalten selbst.

Viele Fahrschüler sind in diesem Moment einfach kognitiv überlastet. Das Gehirn versucht zu viele Dinge gleichzeitig zu verarbeiten.

Automatik als pädagogisches Werkzeug

In solchen Situationen setzen wir gezielt unser Automatikfahrzeug ein.

Der Vorteil:

Der Fahrschüler muss sich vorübergehend nicht mit Kupplung, Gangwahl und Anfahren beschäftigen.

Die frei gewordene Aufmerksamkeit kann vollständig auf die eigentliche Herausforderung gelenkt werden.

Zum Beispiel:

  • Kreisverkehre
  • komplexe Kreuzungen
  • mehrspurige Straßen
  • Blickführung
  • vorausschauendes Fahren
  • Autobahnfahrten

Dadurch können viele Abläufe deutlich schneller verstanden und verinnerlicht werden.

Danach geht es zurück in den Schaltwagen

Das bedeutet natürlich nicht, dass das Schalten dauerhaft entfällt.

Sobald die eigentliche Fahraufgabe sicher beherrscht wird, übertragen wir das Gelernte wieder auf den Schaltwagen.

Der Fahrschüler hat dann bereits verstanden, wie die Verkehrssituation funktioniert und kann sich wieder stärker auf Kupplung und Gangwahl konzentrieren.

In der Praxis führt das häufig zu einem schnelleren Lernerfolg und weniger Frust.

Lernen statt Kämpfen

Unser Ziel ist nicht, dass Fahrschüler möglichst lange mit dem Schalten kämpfen.

Unser Ziel ist, dass sie sicher fahren lernen.

Deshalb passen wir die Ausbildung individuell an den jeweiligen Lernstand an. Mal hilft der Simulator, mal der Schaltwagen und manchmal eben auch das Automatikfahrzeug.

Entscheidend ist am Ende nicht, mit welchem Fahrzeug man eine bestimmte Fahrstunde absolviert hat.

Entscheidend ist, dass man die Situation verstanden hat und sicher bewältigen kann.


Das gelegentliche Fahren mit einem Automatikfahrzeug ist bei uns kein Rückschritt und keine Vereinfachung.

Es ist ein bewusst eingesetztes pädagogisches Werkzeug, um bestimmte Inhalte leichter und effektiver zu vermitteln.

Denn gute Fahrausbildung bedeutet nicht, stur an einer Methode festzuhalten.

Gute Fahrausbildung bedeutet, den Weg zu wählen, der den Fahrschüler am besten zum Ziel bringt.

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