Reißverschlussverfahren: Eigentlich kinderleicht. Eigentlich.
Kaum endet eine Fahrspur, beginnt für viele Autofahrer ein kleines Drama. Die einen wechseln schon 500 Meter vorher die Spur, die anderen fahren bis ganz nach vorne und werden dafür mit bösen Blicken oder bewusstem Blockieren bestraft. Kaum endet eine Fahrspur, beginnt für viele Autofahrer ein kleines Drama. Die einen wechseln schon 500 Meter vorher die Spur, die anderen fahren bis ganz nach vorne und werden dafür mit bösen Blicken oder bewusstem Blockieren bestraft.
Kaum endet eine Fahrspur, beginnt für viele Autofahrer ein kleines Drama. Die einen wechseln schon 500 Meter vorher die Spur, die anderen fahren bis ganz nach vorne und werden dafür mit bösen Blicken oder bewusstem Blockieren bestraft.
Dabei ist das Reißverschlussverfahren gar kein Wettkampf.
Worum geht es überhaupt?
Das Reißverschlussverfahren gilt immer dann, wenn eine Fahrspur endet. Erst unmittelbar vor dem Hindernis wird abwechselnd eingefädelt: Ein Fahrzeug von der durchgehenden Spur, ein Fahrzeug von der endenden Spur.
Genau wie bei einem Reißverschluss.
Der häufigste Irrtum
Viele glauben, wer bis zum Ende der Spur fährt, drängelt sich vor.
Das Gegenteil ist der Fall.
Die Straße wurde genau dafür gebaut. Wer die Spur vollständig nutzt, verhindert, dass sich der Stau unnötig weit nach hinten ausdehnt.
Wer dagegen schon hunderte Meter vorher die Spur wechselt, verschenkt wertvolle Straßenfläche.
Warum funktioniert es trotzdem so selten?
Oft spielen Emotionen eine größere Rolle als die Verkehrsregeln.
"Der drängelt sich vor."
"Den lasse ich nicht rein."
"Ich stehe hier schon seit fünf Minuten."
Das Problem: Wenn einzelne Fahrer das Einfädeln verhindern, müssen andere abbremsen. Dadurch entstehen die bekannten Stauwellen, die sich immer weiter nach hinten fortsetzen.
So funktioniert es richtig
- Beide Fahrspuren bis zum Ende nutzen.
- Rechtzeitig den Blinker setzen.
- Geschwindigkeit anpassen.
- Abwechselnd einfädeln.
- Genügend Abstand halten.
- Gelassen bleiben.
Wer einen anderen einfädeln lässt, verliert meistens nur wenige Sekunden, trägt aber zu einem deutlich flüssigeren Verkehrsablauf bei.
Rücksicht bringt alle schneller ans Ziel
Das Reißverschlussverfahren lebt vom gegenseitigen Vertrauen. Es funktioniert nur, wenn beide Seiten mitmachen.
Deshalb gilt: Nicht möglichst früh wechseln und auch niemanden absichtlich blockieren.
Ein bisschen Rücksicht spart oft mehr Zeit als jedes hektische Spurwechsel-Manöver. Faszinierend eigentlich. Menschen schaffen es, sich beim Schließen einer Jacke völlig selbstverständlich an das Prinzip eines Reißverschlusses zu halten. Im Auto wird daraus für manche eine philosophische Grundsatzdebatte mit Lichthupe.
Gerade Fahranfänger sind beim Reißverschlussverfahren häufig unsicher. Deshalb üben wir solche Alltagssituationen regelmäßig während der Ausbildung. Denn sicheres Autofahren zeigt sich nicht nur bei der Prüfung, sondern jeden Tag im Straßenverkehr.